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Donnerstag, 2. Juli 2009

Gedächtnisfeier für Mike Martello - von Dennis Prieß








Am Samstag den 27.06.2009 8.00 Uhr morgens begann in Antwerpen, Belgien die Gedächtnisfeier zu Ehren von Mike Martello Sigung.
Dafür sind Sifu, Steve Cottrell Laoshi mit seiner Schülerin Naomi aus Fort Worth, Texas, Kortes, Marvin und ich am Freitag gegen Nachmittag von Osanbrück Richtung Belgien aufgebrochen. Am Abend saßen wir alle zusammen mit Zhang Laoshi noch ein wenig in Mike´s Küche, haben Tee getrunken und uns noch etwas ausgetauscht. Für mich war das Betreten der Wohnung, wo wir alle zusammen mit Mike so viel Zeit verbracht haben, gelacht und trainiert haben sehr unwirklich, da Mike in allen immer so present war, dass er aus dieser Wohnung einfach nicht weg zu denken war.
Morgens sind wir zeitig aufgestanden, um zu dem See zu fahren, an dem die Gedächtnisfeier stattfinden sollte. Wir waren mit die ersten und schon nach kurzer Zeit füllte sich der Parkplatz und immer mehr Meschen kamen. Viele von den Leuten kannte ich vom Training in Belgien, aber auch aus dem Trainings Camp in Beijing 2007. Die meisten waren Schüler von Mike aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen, den USA, China und Deutschland. Weit über Hundert Menschen hatten sich schließlich versammelt, als es zu einem Schweigemarsch um den See zum Gedenken an Mike losging. Anschließend sind wir alle gemeinsam zu einem etwas erhötem Platz an dem See gegangen, an dem Mike viel trainiert hat. Hier eröffnete Rosa mit wenigen aber herzlichen Worten die Zeremonie. Viele zeigten etwas von Ihrem Können um Mike zu ehren. Angefangen mit Didgeridoo über Opern Gesang, viel TaiJi und Kung Fu Vorführungen und anderen Musikdarbietungen von seinen Bekannten und Schülern. Alles war sehr bewegend. Mike hat immer versucht viel Menschen aus verschiedensten Teilen der Erde zusammen zu bringen, um sich auszutauschen und von einander zu lernen. Es hätte ihm sicher gefallen.
Nach den Vorführungen sind wir alle zusammen an einen kleinen Steg gegangen und haben einen Teil von Mike´s Asche in den See gestreut. Wir standen alle noch einige Minuten still da, bis sich die Gesellschaft langsam auflöste. Mir kam es sehr lange vor wie wir da standen. Ich habe versucht all diese Momente festzuhalten, um sie mir zu bewahren. Am Ende haben wir noch Mike´s Schwester und Ihre Familie aus New York kennengelernt und sie hat uns ein paar Geschichten über Mike erzählt, dass er zu den glücklichsten Menschen gehört hat, weil er das was er liebte, mit allem was er hatte gelebt hat und wer kann das heutzutage noch von sich behaupten.
Es war für mich und viele Anderen zwar auch sehr hart, allerdings werde ich diesen Tag als eine gute Erinnerung behalten, da man es sehr selten erleben darf, das einem Menschen ein so aufrichtiger und überaus großer Respekt entgegengebracht wird, wie an diesem Tag für Mike Martello.

Sonntag, 28. Juni 2009

Steve Cottrell zu Besuch in Osnabrück


Aufgrund seiner geplanten Teilnahme an der letzten europäischen Gedächtnisfeier für Mike Martello Sifu, kam Steve Cottrell Laoshi den langen Weg von Texas, US nach Europa. Nach einem Besuch bei Patrick Cassam-Chenai in Nizza, kam Cottrell Laoshi nach Osnabrück um mit Thomas Holtmann Laoshi und mir über so manche Tang Lang Theorie zu diskutieren. Dabei legten Cottrell Laoshi und Thomas Holtmann Laoshi einen ersten und wichtigen Grundstein zur Zusammenarbeit für eine weitere Auflage des Mantis Quarterly Magazins.
In der übrigen Zeit der insgesamt 3 Tage Aufenthalt, zeigte sich Steve Cottrell Laoshi sehr interessiert an den Ausführungen des Babu Tang Lang nach Mike Martello Sifu, wie es nun hier in Osnabrück vermittelt wird.
Es war eine sehr interessante Zeit des Austauschs und des Fachsimpelns ...

Am Freitag ging es dann schliesslich gemeinsam nach Antwerpen zur letzten Europäischen (es sind noch Feiern in Beijing, China und Taiwan geplant) Gedächtnisfeier für Mike Martello Sifu. Dazu später mehr.

Montag, 15. Juni 2009

Mikes "Wake" in Antwerpen am Freitag, 12.06. - von Silke Kärcher


„… it’s a bittersweet symphony, this life…“, so heißt es in einem Songtext von “the Verve”. Und obwohl das Lied schon einige Jahre alt ist, hat es doch perfekt für das gepasst, was ich am Freitag in Antwerpen erlebt habe.
Gegen zwei Uhr erreichten wir unser Ziel, ein unscheinbarer Häuserkomplex irgendwo in der Innenstadt, wo Mike Martello Laoshi zusammen mit seinen Schülern Dieter und Renaat gewohnt hat. Das Wohnzimmer, wie könnte es anders sein, ausgelegt mit Trainingsmatten; statt vieler Möbel stehen allerlei Trainingsgeräte herum, die rohen Backsteinwände sind mit Waffen und chinesischer Kunst verziert.
Wir gehören zu den ersten, die ankommen. Trotz des traurigen Anlasses ist es schön, Dieter wieder zu sehen, und nicht nur ihn, sondern auch Yu Laoshi, Zhang Laoshi und René aus Beijing. Außerdem bekommt der Name „Kim“, den ich in den letzten Monaten schon oft gehört habe, endlich ein Gesicht: rote Haare, Sommersprossen. Ein großer, schlaksiger Norweger, der wohl die provisorische Leitung über Mike’s Schule übernehmen wird.
Die nette Nachbarin hat Essen zubereitet, um die Gäste zu versorgen, und es kommen stetig mehr. Menschen, die Mike nur wenige Male gesehen haben, so wie ich, oder Menschen, die täglich mit Mike zu tun hatten, wie seine Ex-Frau Rosa – irgendwann ist der Raum voll von Leuten aus allen Himmelsrichtungen, die alle nur eines gemeinsam haben: Sie haben Mike gekannt und verehrt.
Es wird geredet, gelacht und gescherzt, Bilder werden herumgereicht, Anekdoten ausgetauscht. Zusammen sehen wir uns die DVD von Mike’s letztem Auftritt an, und in die Stille nach dem kurzen Film hört man nur ein halblautes, anerkennendes „very good“ von Zhang Laoshi. Tränen gibt es kaum; jeder ist auf irgendeine Art und Weise ins Geschehen integriert. Nur manchmal, wenn keiner hinguckt, entgleist ein Gesicht, verziehen sich Mundwinkel, irrt ein Blick die Treppe hinauf, wo sich Mikes Zimmer befindet – wer ihn schon an diesem Ort getroffen hat, in seinen eigenen vier Wänden, der muss unweigerlich die Leere spüren, die seine Abwesenheit hinterlässt.
Eine befreundete Opernsängerin trägt zwei Lieder vor, beim letzten sichtlich gerührt. Mikes Ex-Frau führt eine Tanzeinlage auf, jemand spielt Gitarre. Nemo, Mikes kleiner Hund, saust durch den Raum und ruft Erinnerungen wach – fast bei jedem Seminar in unserer Schule war das kleine braune Fellknäuel mit den großen Augen auch dabei und saß anbetend auf Mikes Schoß, völlig uninteressiert an sämtlichen anderen Menschen im Raum.
Später am Abend gehen wir alle gemeinsam essen – über 30 Leute, mehr, als Plätze im Restaurant reserviert waren. Wenn man bedenkt, dass es sich nur um ein informelles Zusammentreffen handelt, und nicht um die offizielle Abschiedszeremonie, muss man erkennen, wie viele verschiedenartige Menschen Mike beeinflusst hat, für wie viele er Lehrer, Vorbild und Freund zur gleichen Zeit verkörperte. Auch im Restaurant ist die Stimmung fröhlich, feierlich. Ganz im Sinne Mikes wird nicht düster über die Lage philosophiert, sondern hoffnungsvoll in die Zukunft geschaut. Es muss weitergehen, und es wird.
Als wir uns um kurz nach zehn verabschieden, sind wir die ersten, die den Heimweg antreten.
Es hat gut getan, sich auszusprechen, auszutauschen, gemeinsamen Erinnerungen nachzuhängen.
Eines ist klar: Die Kung Fu Familie ist durch diesen tragischen Verlust näher zusammen gerückt; Brücken sind gebaut, Grundsteine gelegt. Jeder einzelne von uns trägt die Verantwortung, Mikes Erbe anzutreten und seine Arbeit fortzuführen, auch wenn niemand je in der Lage sein wird, Mike zu ersetzen. Wir müssen bescheiden bleiben und kleine Schritte machen, aber Schritte machen, das ist wichtig. Und für alle, die lieber den Kopf in den Sand stecken, gilt: „Go and ride a bicycle“.

Rest in peace, Mike Laoshi.

Samstag, 6. Juni 2009

Mike Martello Compilation

Ein Überblick über die Seminare hier in Osnabrück:










Mittwoch, 3. Juni 2009

Erinnerungen an Mike Martello Sifu


Die letzten 24 Stunden waren für mich nicht leicht. Bislang habe ich solche Trauer nicht erleben müssen und war darauf auch nicht vorbereitet.
Nun fühl ich mich leer, traurig und verzweifelt, trotz dem zahlreichen Zuspruch von Seiten meiner Familie, Freunden und meinen Schülern und auch anderen Kampfkünstlern, die von meinem engen Verhältnis zu Mike wussten.
Mit Mike ist in erster Linie ein Freund und wertvoller Mensch gegangen. Die Erinnerungen an ihn sind so zahlreich, dass ich kaum irgendwas sagen oder tun kann, ohne an ihn erinnert zu werden.

Viele Menschen haben in den letzten Stunden ihren Schmerz und Unglauben über Mikes Abschied in Mails oder Einträgen auf Facebook, Foren etc Ausdruck verliehen. Es zeigt, wie viele Menschen Mike in den letzten Jahren bewegt hat und beeinflußt hat. Er war ein Kampfkünstler und Lehrer von aussergewöhnlichem Wissen, Können und Erfahrungen. Er war für viele einer unter Millionen.
Aber auch Mikes Einstellung zum Leben und zu allen Dingen, war herausragend. Er lebte immer danach, alles zu geben um etwas zu erreichen. Er riet jedem seiner Schüler dazu, die Zeit zu nutzen und nicht einfach so verstreichen zu lassen. Durch Hingabe und Fokus auf die Dinge, die einem wichtig sind, lies sich nach Mike ein Leben mit Sinn erfüllen. Seines war danach eines der sinnvollsten, an denen ich teilhaben durfte.
Viele schreiben nun, dass sie es verpasst haben Mike zu treffen und es bereuen. Das trifft leider genau den Punkt. Wer offenen Herzens und offenen Geistes auf Mike traf, der hatte die Gelegenheit sein Leben danach neu zu sehen und zu gestalten. Mike hat viele Menschen nur ein oder zweimal getroffen und trotzdem ihr Leben spürbar verändert. Er war für die Kampfkunstwelt jemand, den es zu treffen unglaublich wertvoll war. Menschen wie ihn gibt es nur selten und es ist zu vergleichen, als wenn man als Musiker die Gelegenheit hat Beethoven, Mozart oder Frank Zappa, als Wissenschaftler Newton, Einstein oder Hawking zu treffen. Danach, ist alles anders.

Die Erinnerungen an Mike werden uns noch lange zum Weinen und zum Lachen bringen. Und das ist gut so, vergessen werden wir ihn nie. Das steht fest.

Ich möchte diesen Post mit einer Erinnerung beenden, die bitter aber wichtig für mich ist, und gleichzeitig alle Leser die ihn kannten bitten, ihre Erinnerung an ihn ebenfalls zu teilen. Mit Zitaten von Mike, die ihn für uns alle so wertvoll machten.

Vor ein paar Wochen, sprach ich mit Mike darüber, wie er seine Situation sieht und ob er Europa wieder verlassen will. Er sagte: "I feel more like a gypsy now: the world is my home and I like to be in different places. But don´t worry, I stay here in Belgium, so we have at least another 40 years to train, to grow and to learn from eachother .... "

Mike Martello Tribute

ein Erinnerung an Mike von Jake.

Dienstag, 2. Juni 2009

ein großer Verlust


Es ist jetzt der xte Anlauf, dies hier zu schreiben und es fällt mir unendlich schwer.

Mein Lehrer und Freund Mike Martello Sifu ist heute morgen völlig unerwartet verstorben.
Er war ein Lehrer und Kampfkünstler von aussergewöhnlichen Fähigkeiten und ein Mensch und Freund mit großem und gutem Herzen. Nicht nur mich inspirierte er nach "mehr" zu forschen und zu suchen.
Sein Verlust ist unglaublich schwer und einfach nicht zu verstehen.

Seid der Geburt hatte Mike einen Herzfehler, von dem nur wenige wussten und von dem er auch nie sein Leben bestimmen lassen wollte. Er war gesund und fit wie kaum ein anderer und trotzdem hat er wohl immer von dieser Gefahr gewusst. Sein Leben lang hat er alle Herausforderungen bewältigt und ist dadurch zu der Person geworden, die er bis heute morgen war.
Nun wird er in unseren Herzen und Gedanken weiterleben, doch Ersatz wird es wohl für ihn und dass was er teilen wollte nicht geben.

Mike, wir werden Dich alle schrecklich vermissen ...

Sonntag, 17. Mai 2009

Training in Antwerpen

Nach einem anstrengendem, aber auch sehr gutem Wochenende, bin ich wieder aus Antwerpen vom Training dort mit Mike Sifu zurück.
Freitag Abend angekommen, ging es direkt in die Schule und ins Training. Es standen die 12 Mantisbahnen auf dem Programm, die vertieft und korregiert wurden. Die 12 Bahnen sind ein sehr gutes Konglomerat aus verschiedenen Mantistechniken aus den bekanntesten Mantisstilen (Babu-, Liu He-, Meihua-, Chang Quan- und Qi Xing Tang Lang).
Samstag morgen ging es um 8.00 Uhr mit Qi Gongweiter. Mike erklärte mir die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten der Taiji Qi Gong Übungen und ihre damit verbundenen Schwerpunkte. Sehr interessant und lehrreich.
Am weiteren Vormittag stand neben kurzer Wiederholung der Mantisbahnen, dass Jibengong für Jian (Schwert) auf dem Programm. Erstaunlich war für mich wiedermal, wie einfache Dinge eine so große Wirkung haben können. Auch wurde mir klar, wie dringend ich diese Dinge schon früher hätte lernen müssen, sie mir aber niemand zeigen konnte/wollte.
AM späten Nachmittag war dann Korrektur einiger Formen notwendig (Xing Yi Jian, LiPi Quan, Beng Bu). Mike lobte zwar meine Lipi Quan, jedoch war immense Arbeit bei Schwert und vor allem "seiner" Version der Beng Bu notwendig.
Abschluß bildete dann eine Runde QinNa mit Andy, wobei Mike natürlich wie immer mehr demonstrierte, als uns miteinander üben ließ. Letztendlich auch wesentlich besser und lehrreicher! ;) Leider auch wesentlich anstrengender und so war danach auch der Motor leer.

Bei jedem Training war Mike grundsätzlich mit den Anwendungen zur Stelle, wenn er korregierte. Es gibt bei ihm kein: "das wird halt so gemacht - das ist nur Überbrückung - sieht gut aus etc" Gefassel. Alles kann er mit praktischen Anwendungen für den Kampf erklären, auch die QiGong Übungen. Wenn seine Korrektur sich mit der fehelenden Köpermechanik oder Fehler in diesere befasst, demonstriert er sehr plastisch (Aua) das warum und wieso. Wenn Techniken von ihm korregiert werden, dann zeigt er sofort auch warum ein Detail so ist wie er es sehen will. Und dabei sind die Anwendungen keine einstudierten, choreographierten Schlagabtausche. Es geht um 110% Anwendbarkeit, nicht mehr aber auch nicht weniger. Seine Anwendungen funktionieren im Kampf und nicht nur in Übungssituationen. Somit habe ich auch das erstemal das Gefühl, eine zB Beng Bu Quan gelernt zu haben, die wirklich anwendbare Techniken enthält.

Kurz: es war wieder ein sehr gutes Wochenende und ich freue mich schon auf das Seminar mit Mike im Juli.

Sonntag, 19. April 2009

Silke: Seminar mit Mike Martello


Mike’s Seminar am Samstag

Wenn am Samstagnachmittag jemand zufällig in die Trainingshalle geguckt hätte – er hätte nie im Leben erraten, was wir gerade machen. Polka? Irische Folklore? Irgendeine Art von Sonnenanbeter-Tanz? Jupp, so in etwa muss es für einen unbedarften Betrachter wohl ausgesehen haben – aber es war Kung Fu. Genau genommen Bagua.
Das Seminar, unterrichtet von Mike Martello, begann mit eineinhalb Stunden Aufwärmen, das es in sich hatte. Power-Stretching bis die Bänder rauchten, dazu Mike’s Aussage: „Don’t try to cheat your own body!“ – tja, wenn’s aber doch manchmal angenehmer wäre? Pustekuchen, wer es nicht richtig machte, bekam postwendend ein „That is wrong! I am very specific in how I want it to be done, and you are not doing it right!“ zu hören. Also zähneknirschend doch noch ein paar Zentimeter tiefer, doch noch das Knie weiter nach vorne, irgendwie ging es dann ja auch…!
Nach der ersten Pause kamen einige Grundtechniken dran. Wahrscheinlich dachten alle im Raum im ersten Augenblick: „Ach, wie schön, das ist ja nicht so schwer!“. Merke: ALLES wird schwierig, wenn man es lange Zeit wieder und wieder und wieder tut. Nach den Krämpfen im Fuß beim vorangegangenen Dehnen jetzt Krämpfe in der Hand – aber dafür die Befriedigung, von Mike ein „not bad!“ oder sogar ein „good!“ zu hören.
Und schließlich das, was von außen nach Folklore ausgesehen haben muss: Zuerst im großen Kreis herum, eine Hand zur Mitte ausgestreckte und volle Konzentration auf die Fingerspitzen. Nicht einfach „Gehen wie zum Supermarkt“, sondern „Gehen mit Intention“. „Relax your shoulders!“, „Bend your knees!“, „Don’t cause a traffic jam!“ – das nur als Erinnerung für alle jene, die am Samstag gelernt haben, dass das Schwindelgefühl irgendwann aufhört, wenn man sich nur lange genug dreht und dreht und dreht und dreht… Im Anschluss eine abgewandelte Form als Partnerübung: Immer im Kreis, die Hand Richtung „drittes Auge auf der Stirn“ ausgestreckt, die Knie soweit gebeugt, dass es gerade noch so nicht lächerlich aussah. Und irgendwie war plötzlich wieder eine Stunde rum, in der wir alle nur umeinander und miteinander gekreist waren, aber langweilig war es kein bisschen. Auch, als es nach der Pause noch mal im großen Kreis genauso weiterging – eine Hand zur Mitte, die andere Richtung Boden, Körper aufrecht, Knie gebeugt, und volle Aufmerksamkeit – hatte man nicht das Gefühl, etwas Überflüssiges zu tun. Ganz in Gegenteil, es war eine richtige Bereicherung. Gerade am Ende, wenn auch bei einem tollen Seminar allmählich die Konzentration nachlässt, tut es gut, sich in eine Übung fallen lassen zu können, noch ein bisschen herumzuprobieren, vielleicht sogar mit den Gedanken zu spielen, die man dabei denkt, um plötzlich zu bemerken, welchen enormen Einfluss das Gedachte auf die eigene Körperhaltung hat. Es ist nützlich, sich daran zu erinnern, wie wichtig die innere Einstellung doch ist – gerade im Kung Fu.
Nach einem wirklich tollen und lohnenswerten Seminar saßen wir alle noch gemeinsam im Garten beim Grillen, was eine richtig schöne Art und Weise war, den Tag ausklingen zu lassen. Bei Baguette, Wein, Würstchen und Fleisch kreiste dieses Mal nur die Unterhaltung, und zwar um alles Mögliche. Viel besser hätte es eigentlich nicht sein können.
Und so bleibt nur noch am Schluss zu sagen:
Danke, Dennis, dass du alles für’s Grillen besorgt hast. Danke, Sifu, dass du das Seminar für uns organisiert hast. Und vielen, vielen Dank, Mike, für das wunderbare, interessante und lehrreiche Training!

Hier das Album mit den Fotos: Facebook Fotos

Sonntag, 29. März 2009

Wanfu Cup in Alveslohe 2009

Gestern fand der nunmehr 4te WanfuCup in Alveslohe statt. Gleichzeitig wurde auch die TangLang Meisterschaft ausgetragen. Leider fehlten zu dieser einige Gruppen der Vorjahre und so waren die Kategorien etwas dünner besetzt als die Jahre zuvor.
Erfreulich waren hingegen die Neuerungen des TKV bei den Wertungsregeln. So gab es für jeden Wertungsrichter bei jeder Kategorie Wertungszettel, die eine klare Wertungsvorgabe zeigten. So bestand die Möglichkeit, die Wertung objektiver und Stilunabhängiger zu geben.
Das Turnier hatte eine sehr faire und schöne Atmosphäre. Die Schiedsrichter und Verantalter zogen an einem Strang und die Teilnehmer konnten fast ausnahmslos das Turnier geniessen.

Unsere Teilnahme mit 5 Startern, davon zwei als absolute Turnierneulinge, war durchaus erfolgreich. Den Anfang machte Silke mit einem 2ten Platz bei den QiXing Handformen bis 2 Jahre Erfahrung. Es folgte Marvin mit dem 3ten Platz Kurzwaffen und dann ging es Schlag auf Schlag. Besonders erfreulich waren die Erfolge unseres jüngsten Starters: Maxi. Kein Jahr ist er dabei und schaffte es bei den Kindern bis 10 Jahren in den Handformen auf den zweiten Platz und bei den Langwaffen sogar den ersten Platz zu belegen. Klasse.
Zum Turnierende hatte jeder mindestens eine Platzierung erringen können und mit 5 Startern hatten wir zwei 1ste Plätze, vier 2te und drei 3te Plätze erungen. Glückwunsch.

Hier die Ergebnisse im einzelnen:

Maxi Arlt:
1 Platz Kinder Langwaffen
2 Platz Kinder Handformen

Silke Kärcher:
2 Platz QiXing Tang Lang Handformen - 2 Jahre Erf.

Marvin Leck:
3 Platz Kurzwaffen - 4 Jahre Erfahrung

Cecilia Korte:
2 Platz Partnerwaffenformen
3 Platz Langwaffen über 5 Jahre Erfahrung
3 Platz Meihua Tang Lang Handformen

Luisa Korte:
1 Platz QiXing Tang Lang Handformen - Teilnahme am Grand Champion
2 Platz Kurzwaffen über 5 Jahre Erf.
2 Platz Partnerwaffenformen

Sonntag, 22. März 2009

VFCK Cup in Siegen

Gestern war der VFCK Cup in Siegen. Durch die Teilnahme einiger neuer Schulen (Shaolin Senden, Shaolin Velbert, Hung Gar Niederlande) war die Teilnehmerzahl erfreulich gestiegen. Schade das dafür allerdings einige Gruppen, die bislang teilgenommen hatten, kommentarlos verschwanden.

Der Ablauf war reibungslos, wie fast immer, dank Ali Ols gute Organisation im Vorfeld und guter Moderation während der Veranstaltung. Die Siegerehrung zog sich etwas hin, dass hätte man besser direkt nach den Kategorien machen können.

Die Sandakämpfe waren dieses Jahr deutlich besser und spannender. Es gab etwas Unruhe durch übermotivierte Kämpfer am Anfang, doch später waren die Kämpfe durchweg fair und regelkonform. Es bleibt spannend zu beobachten, wie das Sanda in den nächsten Jahren sich auf dem Turnier entwickelt.

Unsere Platzierungen waren auch durchaus zufriedenstellend, auch wenn es evtl. wirklich mal sinnvoll wäre, einen Schiedsrichter-Crash-Kurs zu machen. Gerade bei den Nördlichen Kategorien herrscht doch Uneinigkeit, wie bewertet werden soll.

Unsere Platzierungen (5 Starter in insgesamt 15 Kategorien):
Luisa Korte:
1. Platz Handformen bis 8 Jahre Erfahrung (Frauen)
2. Platz Kurzwaffen b. 8 J. E.
1 Platz Partnerwaffenformen

Cecilia Korte:
3. Platz Handformen b. 8 J. Erfahrung
1. Platz Partnerwaffenformen

Dennis Prieß:
1. Platz Handformen b. 8 J. Erfahrung (Männer)
1. Platz Kurzwaffen b. 8 J. E.
2. Platz Speerformen b. 8. J. E.

Marvin Leck:
2. Platz Sanda über 91 kg

Mittwoch, 18. März 2009

Partnering Workout

Dies ist ein Clip vom Montagtraining. Etwas Pratzenarbeit, Bewegung ohne Kontakt, Shuai (Würfe) und Sparring zum Schluß.

Freitag, 27. Februar 2009

Mythos Formen

Mythos Formen - Tao Lu

Ich möchte hier ein paar Gedanken und Überlegungen wiedergeben, die mich in den letzten Jahren beschäftigt haben. Basis für meine Thesen und Fragen, sind Informationen die ich aus Gesprächen, Forenbeiträgen und Artikeln aus der ganzen Welt (insbesondere jedoch Deutschland, USA, China) gesammelt habe.

Die Formen, oder Tao Lu (jap. Kata, kor. Hyong) spielen in den chinese Martial Arts (CMA) eine zunehmend große Rolle. Immer mehr Schulen verschiedener Stilrichtungen verlagern ihr Augenmerk im Training hauptsächlich auf das Unterrichten und Üben von Formen. Lehrinhalte wie Jiben Gong (Grundlagentraining), Yong Fa (Anwendungen), Partnerübungen und auch Sanda (Freikampf) treten dagegen immer mehr in den Hintergrund bzw. nehmen die Rolle der Aufwärmarbeit für das Formentraining ein. Das dabei zwangsläufig eine wichtige Entwicklung auf der Strecke bleibt, scheint vielen nicht bewusst. Doch durch das ausschließliche Formentraining können sich viele wichtige Skills im Kung Fu nicht entwickeln, wie Rooting, Alignment, Ganzkörperbewegung und - kraft, Ting JIng (Spüren und Hören) oder auch nur Flexibilität und Struktur. Ganz zu Schweigen von der oftmals angepriesenen Fähigkeit zur Selbstverteidigung oder Kampffähigkeit im Allgemeinen. Alles Dinge die für jede Kampfkunst wichtig sind.
Ich will hier nicht behaupten, dass Formen nicht ihren Sinn haben und keine wichtigen Bestandteile des traditionellen Trainings sind. Neben dem offensichtlichen Benefit für Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, bergen die meisten traditionellen Formen ein Arsenal von Konzepten und Techniken, die den jeweiligen Stil repräsentieren und eine Anleitung für den Kampf darstellen sollen. Vernünftiges Arbeiten mit den Techniken vorausgesetzt. Für viele sind die Formen auch einfach nur ein Ausdruck von Anmut und Schönheit, Meditation in Bewegung, ein cooles Workout usw usf. Es bleibt die Frage nach dem Maß, der Gewichtigkeit der Formen und vor allem ihrer Menge.
Mein Lehrer Mike Martello, verglich einmal die Formen mit Büchern. Er sagte ungefähr folgendes: Formen sind wie Bücher, mit denen man lernt. Du bekommst eines in die Hand, liest und lernst daraus und nimmst es eine Zeitlang mit. Irgendwann aber, hast du den Inhalt verstanden und legst das Buch zur Seite. Ebenso verhält es sich mit den anderen Büchern. Einige sind nur kurze Zeit in deinem Fundus, andere eine längere Zeit. Aber nie schleppst Du alle Deine Bücher mit dir mit. Und irgendwann kommt die Zeit, wo Du überhaupt keine Bücher mehr brauchst, sondern mit dem Stoff aus den Büchern anders weiter arbeitest.

Wieso ist Formentraining so populär?
Zum einen ist es sicherlich die bequemste Art für den Lehrer den Unterricht in den CMA zu gestalten. Er kann die gelernte Form abrufen und in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Ausführung üben lassen. Dabei sind nur wenige eigene Überlegungen notwendig. Auch die individuelle Korrektur wird meist minimiert.
Zum anderen wird das Formentraining als DAS "traditionelle" Training in den CMA angesehen. Es wird immer wieder auf die Jahrhundertealte Überlieferung der Formen verwiesen. Auch ihre Quantität spielt dabei oft eine Rolle.

Aber sind wirklich alle Formen so alt?
Nehmen wir mal Systeme wie diverse Tang Lang (Mantis), Shaolin Quan oder einige südliche Stile wie Choy Li Fut als Beispiel. Je nach Familie besitzen diese Systeme an die 100! Formen: Hand-, Waffen- und Partnerformen. Das diese wohl kaum alle vom Stilbegründer entwickelt worden sein können, sollte jedem einleuchten (dennoch gibt es nicht wenige Menschen, die eben dieses glauben). Wo kommen also alle diese Formen her? Meine Meinung dazu ist, das so ziemlich jeder Lehrer "seinen" Stil weiterentwickelt hat und Formen sowohl von anderen Lehrern, Stilen übernommen, als auch eigene entwickelt hat. Dabei kam es in den letzten 100 Jahren zu einer Explosion in der Anzahl von Formen. Es wurde wohl entdeckt, wie bequem sich mit den Formen Schüler begeistern lassen und auch Geld verdient werden kann. Die Stile wurden größer und größer. Und leider verlangten auch die Lehrer das Training von immer mehr Formen und so rückte das übrige Training zunehmend in den Hintergrund. Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, wie im alten China die tatsächlichen Meister Tag aus und Tag ein nichts anderes machten, als ihre 100 Formen zu üben. Aus Gesprächen mit einigen traditionellen chinesischen Lehrern und weiteren gesammelten Infos, ergibt sich für mich vielmehr das Bild, dass hauptsächliche JiBen Gong trainiert wurde und nur ein paar vereinzelte Formen das Training ergänzten. Doch zu jeder Zeit wurde möglichst viel Partnerarbeit gemacht.

Warum diese These nun?
Meine Meinung dazu ist ganz klar, dass es besser wäre, das Training wieder auf das wesentliche zu reduzieren und die Menge der Formen ebenso. Wo liegt der Sinn 30 verschieden Handformen, die sich im Endeffekt sehr ähneln, ständig zu üben ohne aber wirkliche Skills zu entwickeln?
Die Möglichkeit in einem Kampfkünstlerleben mehrere Dutzend Formen lernen zu können (idealer Weise aus unterschiedlichen Systemen, um wirklich unterschiedliche Konzepte zu verstehen) ist dabei nicht gleichbedeutend mit dem „jederzeit abrufbar“ behalten all dieser Formen. Das besinnen auf das Wesentliche ist in meinen Augen hier eine wichtige Einsicht und Möglichkeit die CMA zu dem zu machen, was sie eigentlich sind: eine vollständige Kampfkunst!

Dienstag, 24. Februar 2009

Seminare mit Mike Martello

Seminar - Wochenende mit Mike Martello am 18/19 April

Mike Martello, bekannter Lehrer der chinese Martial Artsaus den USA, kommt aus Antwerpen um ein weiteres Mal ein Seminar der Spitzenklasse in Osnabrück zu geben.
Dabei profitieren die Teilnehmer sowohl von seiner langjährigen Erfahrung in den verschiedenen CMAs, als auch von seiner einmaligen Art Zusammenhänge darzustellen und zu unterrichten.
Das Seminar richtet sich an alle, die Interesse anden CMA haben, egal ob innere oder äußere, viel Erfahrung oder wenig.

Genaue Daten:
Samstag, 18.04.2009: Bagua Zhang. Grundlagen, Basics und Konzepte des Neijia Stils. Es werden die Besonderheiten des Stils gezeigt, Anwendungen unterrichtet und Übungen zum Verbessern schon vorhandener Skills oder erreichen der Grundlagen-Skills gegeben.
Zeit: 12.00 Uhr - 18.00 Uhr. Anschliessend gemeinsames Essen bei uns im Verein.
Ort: kleine Schloßwallhalle, Schloßwall 10.

Sonntag, 19.04.2009: Tang Lang Quan. Grundlagen, Anwendungen und Konzepte aus verschiedenen Mantis Stilen. Neben Basistechniken, werden Konzepte und deren Anwendungen gezeigt. QinNa rundet das Seminar ab.
Zeit: 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Ort: Halle der Gesamtschule Schinkel

Kosten:
1 Tag: 80 Euro. 2 Tage: 120 Euro.

Infos zu Mike Martello: http://www.wutang.be/
Infos zum Seminar: info@bailung.de

Unterstützt wird das Seminar von:


Mittwoch, 4. Februar 2009

DDP and YRG help disabled veteran walk again.

Ein Beispiel, was man mit Kontinuität erreichen kann.

Freitag, 30. Januar 2009

Team Cup

Ein Clip von unserem ersten Team Cup.

Mittwoch, 21. Januar 2009

White Drageon Team Cup - Aus Sicht der Teilnehmer

Hallo zusammen,

ich habe es leider erst jetzt geschafft etwas zu schreiben. Einmal kurz umgedreht und schon ist die halbe Woche schon wieder vorbei. Ich wollte meine Eindrücke von unserem Turnier auch noch zu Besten geben.

Im Nachhinein war ich erstaunt, dass die Organisation so reibungslos ablief. Von mir auch ein dickes Kompliment an alle die mitgeholfen haben und ein herzliches Dankeschön.
Der Samstag morgen fing für mich an der Schloßwallhalle um 9.00 Uhr an, als ich mich dort mit dem Hausmeister zum Aufschließen getroffen hatte. Es war alles vorhanden, Mikro, Stühle, Tische, Matten etc. Kurz danach trafen die Anderen mit den Sachen aus der Schule an der Halle ein und alle halfen mit aufzubauen.
Bei der Vorbereitung hat ein Großteil Silke übernommen somit konnte ich mich auch auf die Formen und vor allem auf den neu einstudierten Löwentanz konzentrieren, den wie wir so bis jetzt noch nicht vorgeführt hatte. Eigentlich hat damit fast alles so geklappt wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein paar Sachen, die nicht so gut waren gibt es ja immer, aber daran lässt sich arbeiten... :)
Der ganze Verlauf des Turniers hat mir wirklich gut gefallen. Es war teilweise richtig spannend, wer in die nächste Runde kommt und wer rausfliegt. Die Kampfrichter waren alle fair konnte sich meist einigen. Das ein oder andere Stechen blieb zwar nicht aus, aber das gehört dazu.
Besonders hat mich gefreut, dass es nach dem Turnier noch zu einem Besammensein in der Schule kam. Es sind noch einige mitgekommen und jeder konnte sich mit anderen austauschen.

Ich freu mich schon auf das nächste mal

Dennis

Sonntag, 18. Januar 2009

White Dragon Team Cup - Nachlese



Article in english

Puhh, geschafft.
Die letzte Woche war dann doch nicht ohne. Viel zu organisieren. Aber gestern war es dann soweit: alle Teams mit ihren Lehrern kamen pünktlich und mit ziemlich guter Laune und positiver Grundstimmung in die Schloßwallhalle. So ziemlich jedes Team hatte mit Krankheit oder Ausfälle in der einen oder anderen Art zu kämpfen, besonders schlimm hat es die Chow Gar Gruppe aus Siegen von Ali Ol getroffen: sie kamen nur mit 2 Teilnehmern, die dann einfach jede Kategorie (bis auf Sanda) doppelt belegen mussten.
Ziemlich pünktlich begannen wir mit dem Löwentanz und dann begrüßte ich die Zuschauer, Teilnehmer und Lehrer. Eine kurze Übersicht über das Programm und schon ging es los mit den Wettkämpfen. Neu war ja das KO_System auch bei den Formenkategorien. Und es kam super an. Die Wettkämpfe blieben so spannend bis zum Schluß. Kaum ein Team oder Wettkämpfer fühlte sich unfair bewertet, da es immer den direkten Vergleich gab.
Im Hintergrund lief die Organisation durch die Mitgleider des Bailung e.V. ziemlich reibungslos, es gab ein kleines Problem mit einem Kiosk vor Ort, aber sowas kommt halt vor.
Die Formenwettkämpfe wurden von 5 Schiedsrichtern bewertet und durch die Leitung von Mike Martello waren sie wirklich sehr fair und ausgeglichen. Mit als Schiedsrichter waren dabei: Nicolai Schild, Christian Kubiak, Thomas Malz, Ali Ol, Holger Meyer und Kai Osagahara.
Nach einer kurzen Umbaupause gab es dann die Sandawettkämpfe. Und auch hier wurden meine Hoffnungen nicht enttäuscht. Das Sanda war wirklich klasse. Es war kein Vollkontakt aber auch kein Ausdruckstanz. Es wurde diszipliniert und fair mit Intention und Einsatz gekämpft. Zwar hatte es Leif Daßbeck aus der Wanfu Hamburg wirklich nicht leicht mit seinem Gewichtsunterschied zu den anderen Kämpfern, aber er machte es mit Einsatz und Technik wett und lieferte sehr gute Kämpfe. Schade, dass es für eine Platzierung nicht reichte.
Insgesamt konnten die Teilnehmer auch hier eine positive Erfahrung mitnehmen und ich hoffe, dass diese Art des Sanda noch weitere Freunde gewinnt.

Zum Schluss wurde dann natürlich noch das Gewinnerteam geehrt: die QiXing Tang Lang Gruppe von GEA Happel e.V. aus Herne! Allerdings nur sehr knapp (2 Punkte) vor dem Team1 der Bulaimei Schule aus Bremen.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:
Handformen:
1. Julia Kunter - GEA Happel Herne
2. Nassem Raufi - Zhen Wu/Bailung e.V.
3. Thorsten Oder - Shaolin Velbert 1
Kurzwaffen:
1. Dieter de Potter - Zhen Wu/Wutang Antwerpen
2. Sabrina Haink - Bulaimei Bremen 1
3. Andreas Kichgessler - Chow Gar Siegen
Langwaffen:
1. Marco Alello - Shaolin Velbert 1
2. Dennis Prieß - Zhen Wu/Bailung e.V.
3. Patrick Peltzer - Bulaimei Bremen 1
Partnerformen:
1. Leif Daßbeck/Julian Thomann - Wanfu Hamburg
2. Mike Kessler/Rene Herfarth - GEA Happel Herne
3. Luisa Korte/Cecilia Korte - Zhen Wu/Bailung e.V.
Sanda:
1. Tobias Nicklaus - Bulaimei Bremen 2
2. Mats Petersen - Bulaimei Brmen 1
3. Patrick Schmidt - GEA Happel Herne

Team Wertung:
1. GEA Happel Herne - 9 Punkte
2. Bulaimei Bremen 1 - 7 Punkte
3. Shaolin Velbert 1 - 6 Punkte

Allen Siegern einen herzlichen Glückwunsch und allen Helfern Lehrern und Teilnehmern ein herzliches Dankeschön!

Achja: die "Aftershowparty" bei uns im Verein war dann auch sehr nett und gemütlich. Wir hatten ja noch reichlich vom Catering und die Gruppen von Christian Kubiak und Holger Meyer kamen dann noch mit um ein bischen zu feiern und zu klönen. Alles sehr locker und entspannt.
Wir werden das Turnier in jedem Fall im nächsten (oder Ende diesen) Jahr wiederholen. Es war aus unserer Sicht ein voller Erfolg.

Ein besonderer Dank geht an meinen Lehrer Mike Martello, der extra aus Antwerpen nach Deutschland kam, um Hauptschiedsrichter zu machen und die Veranstaltung zu unterstützen: Danke Mike Sifu!
Bildergalerie

Das Turnier aus der Sicht des Gewinnerteams aus Herne (sehr spannend!): Artikel bei Qi Xing Tang Lang Herne
und aus Sicht der Shaolin Quan Schule in Velbert: Artikel bei Shaolin Velbert
Und auch das Radio war da: Unifunk

Dienstag, 13. Januar 2009

1st White Dragon Team Cup - 17. Januar

Nun haben wir es doch noch geschafft ein Turnier mit genügend guter Mannschaften auf die Beine zu stellen. Die Vorbereitung bei uns läuft auf Hochtouren, denn nicht nur für das Wohl der Teilnehmer und Zuschauer muss gesorgt werden. Zahlreiche Dinge müssen beachtet und im Vorfeld erledigt werden. Das alles steigert natürlich die Vorfreude um so mehr.

8 Teams werden am Samstag gegen einander antreten. Ideal für das neu eingeführte KO-Runden System auch bei Formenwettkämpfen. So treten immer 2 Teilnehmer gegen einander an, und der bessere ist eine Runde weiter. Will heissen, nach der ersten Runde sind von 8, nur noch 4 Teilnehmer weiter. Diese kämpfen dann in der nächsten Runde um den Einzug ins Finale. Und dort dann um den Sieg. Die Mannschaft mit den meisten Siegen wird Teamcup Gewinner.

Gemeldet sind für:
Qi Xing Tang Lang Herne/Sportverein GEA-Happel e.V.:
Julia Kunter, Sebastian Rohkämper, Patrick Schmidt, Maili Winoto, Rene Herfarth
German Chow Gar Association:
Simon Peter, Maxi Mauritz, Andreas Kirchgessler, Sven Michler, Jonas Peter
Wan Fu Hamburg:
Bronco Goertz, Laura Dunker, Leif Daßbeck, Martin Küchler, Julian Thomann
Bulaimei 1:
Sengül Altinok, Sabrina Haink, Patrick Peltzer, Mats Petersen, Rene Marksteiner
Bulaimei 2:
Tobias Nicklaus, Sören Wodtke, Dominik Schönherr, Stefanie Welzel, Monique Wark
Shaolin Quan Velbert 1:
Thorsten Oder, Artur Maier, Marco Alello, Pascal Schreiter, Jens Löhrer
Shaolin Quan Velbert 2:
Sascha Kuhn, Michael Adler, Andreas Bodey, Britta Schmidt, Christina Schäfer
Zhen Wu Osnabrück/Antwerpen:
Elisabeth Raudales Guerrero, Dieter de Potter, Dennis Prieß, Luisa Korte, Cecilia Korte

Klasse, das in den Teams so viele Damen starten!
Ich denke das wird eine tolle und spanende Geschichte die auch bei den Zuschauern gut ankommen wird!

Samstag, 10. Januar 2009

Theater - die zweite

Hallo,

so nun ist die Woche rum und die Choreo soweit abgeschloßen. Ich habe einige Techniken unterrichtet und eingebracht, Details erklärt und verbessert, aber was natürlich die Theaterleute daraus machen, muss man abwarten. Nächsten Donnerstag werde ich mir das Endprodukt noch mal ansehen und letzte Tipps geben.
Insgesamt war es spannend und interessant mit den 5 Tänzern zu arbeiten. Die Sequenzen und Bewegungsabfolgen waren erstaunlich schnell memoriert, allerdings waren die Details das Problem. Es gab nunmal so gut wie keine Vorerfahrung mit Kampfkunst und so waren die einfachen Techniken meist das Problem: ein Fauststoß zB, der so aussehen sollte, als wenn er wirklich von einem erfahrenen Kämpfer kommt. Da sieht man recht schnell, wenn die Hände zu Anfang irgendwo schlapp rumbaumeln, anstatt eine vernünftige Deckung zu geben. Auch das Timing war nicht immer leicht abzustimmen. Mal kamen die Techniken einfach viel zu schnell, das es nach Rumgewurschtel aussah, mal stimmten die Schritte einfach nicht, so dass Techniken aus der falschen Distanz kamen. Auch das die Akteure so gut wie keinen "festeren" Körperkontakt gewohnt waren, machte es nicht eben leichter ... ;)
Naja, ich denke die gröbsten Fehler habe ich in der kurzen Zeit eleminiert. Ich werde mal berichten, wie es im Endeffekt ausging, nach dem nächsten Donnerstag.